Was kostet es?

Wieso zahle ich? Wofür zahle ich? Was ist im Preis enthalten, was nicht? Fallen Vermittlungsgebühren an? Wieviel muss ich konkret berappen? Warum zahle ich überhaupt für meine Arbeit? Die folgenden Zeilen geben Antworten auf alle Fragen, die sich um das liebe Geld drehen.

Wie bei allen Freiwilligenprojekten bekommst Du auch in der VMF für Deine Arbeit kein Geld. Du wirst vielmehr mit einer viel wertvolleren Währung bezahlt: Der Dankbarkeit von den Projektbetreibern Josie und Dave und mindestens genauso wichtig: Mit der Liebe von 600 äußerst haarigen Meerkatzen dafür, dass Du Ihnen ein lebenswertes Leben ermöglichst. Weiter auf der Habenseite: Erfahrungen, die Du ein Leben lang nicht mehr vergessen wirst. Jaja, klingt alles wie aus ´nem Hochglanzprospekt eines schwurbeligen Ethno-Reiseanbieters, stimmt aber dennoch.

Warum fürs Arbeiten auch noch bezahlen?

Arbeiten und dafür auch noch bezahlen! Geht´s noch? Die Erklärung ist einfach: Da es sich Josie und Dave von der Vervet Monkey Foundation (VMF) nicht leisten können, für die Verpflegung ihrer Volunteers aufzukommen, musst Du für Essen und Übernachtung zahlen. Verständlich, wenn man bedenkt, dass das Affenschutzprogramm als Non-Profit-Organisation keine Einnahmen hat, sondern im Gegenteil einen ganzen Batzen an Ausgaben. Beispielsweise für die Löhne der lokalen Arbeiter, Futter, Medikamente, Babymilchpulver, Reparaturen, Wasser, Strom und, und, und. Doch jetzt habe ich genug argumentiert und um den heißen Brei herum geredet.

Was kostet das denn nun?

  • Für einen Aufenthalt von 3 bis zu 4 Wochen zahlst Du 10.500 südafrikanische Rand. Das entspricht je nach Wechselkurs ungefähr 630 Euro. Hier gehts zu einem Rechner, mit dem Du den aktuellen Kurs ermitteln kannst.
  • Für jede weitere Woche zahlst Du jeweils 2.625 Rand on top. Auch hier für den genauen Eurobetrag bitte einmal den Wechselrechner bemühen. Das Internet macht es ja alles so einfach.
  • Wenn Du nur 2 Wochen bleiben möchtest, müsstest Du 7.700 Rand investieren.

Kombiniere, kombiniere: Wenn Du nur 2 Wochen bleibst, wird es in Relation zu einem längeren Aufenthalt etwas teurer. Das ist ein wenig der Tatsache geschuldet, dass gut eingearbeitete Freiwillige viel effizienter sind, als Frischlinge und “Kurzzeitarbeiter” die nur zwei Wochen bleiben. Klar: Mit dieser Preispolitik versuchen Josie und Dave auch, Euch zu längeren Aufenthalten zu motivieren. Wer kann es ihnen verübeln? So weit, so fair, aber eine Frage bleibt.

Was bekomme ich für meine Kohle?

Dafür bezahlst Du: die Übernachtung für die Dauer Deines Aufenthaltes in einer der einfachen Holzhütten (üblicherweise mit jeweils zwei Personen belegt) sowie täglich ein Frühstück plus zwei warme Mahlzeiten. Wichtig! Die Tierliebe hat in diesem Affenschutzprojekt absolute Prio. Das bedeutet, dass alle Speisen vegan sind. Leckere Allgemein-Infos jibbet dazu übrigens hier.

Worum muss ich mich noch selbst kümmern?

Na alles, was um den Aufenthalt noch so drumherum zu organisieren ist. Zum Beispiel die An- und Abreise (Flug, Mietwagen, Bus, Bahn etc.), etwaige Impfungen, Taschengeld, Kohle für Ausflüge oder auch eine Reisekrankenversicherung. Auch mit persönlichen Ansprechpartnern hier in Deutschland kann das Vervet Monkey Foundation (VMF) leider nicht dienen. Aber Du kannst mir natürlich bei etwaigen Fragen ´ne Mail schicken oder gleich die Foundation direkt anfunken.

Hand

Bei der Vermittlung in Freiwilligen-Projekte halten die beteiligten Agenturen für ihre Leistungen die Hand auf. Wenn Du Dich selber kümmerst, kannst Du eine Menge Geld sparen. Bildrechte: Sandy Porzel

Keine Provision, oder wofür Du nicht zahlst

Wenn Du über Josie und Dave direkt buchst, zahlst Du keine Vermittlungsgebühr. Wer sich ein wenig mit internationalen Freiwilligenaufenthalten auseinandersetzt, wird schnell merken, dass es eine Unzahl an Vermittlungsagenturen im Netz gibt, die den Kontakt zu “ihren” Projekten herstellen und mehr oder weniger sinnige oder unsinnige Services für Volunteers anbieten. Ich möchte das an dieser Stelle nicht bewerten. Nur eines sollte jedem klar sein: Wer über eine Agentur bucht, zahlt extra und meist nicht gerade wenig.

Pro und Contra Agentur

Auf der einen Seite profitieren die beteiligten Projekte davon, dass sie durch professionelle Agenturen überhaupt erst im Web gefunden werden. Schließlich können sich Non Profit Organisationen meist selbst kein teures Onlinemarketing oder Anzeigen leisten. Und nicht jeder potenzielle Volunteer hat Bock, sich stundenlang durch englischsprachige, nicht sehr user-freundliche Websites der Non-Profit-Organisationen zu kämpfen. Auf der anderen Seite wird das Freiwilligenprojekt durch die Vermittlungsgebühren von Agenturen teurer und schreckt vielleicht den einen oder anderen Interessierten ab. Ob Agentur oder nicht, ist vielleicht auch eine Frage der eigenen Faulheit bei der Recherche.

Mein Fazit: Jeder, der schon einmal einen Individualurlaub organisiert hat, kann auch seine Freiwilligenarbeit selbst organisieren, glaubt es mir. Also warum nicht gleich jetzt eine unverbindliche Mail nach Südafrika zur Vervet Monkey Foundation bimmeln?

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