Projekt im Porträt

Für ein artgerechtes Affenleben: Die Pflege und Integration von Affenbabys und erwachsenen Meerkatzen ist die Hauptaufgabe der Vervet Monkey Foundation. Doch es gibt noch mehr zu tun. Zum Beispiel Aufklärungsarbeit bei den Farmern. Eine kurze Projektvorstellung.

Bereits 1993 in Tzaneen gegründet, kümmern sich heute Josie und Dave als Betreiber des Tierschutzprojektes mit der Unterstützung vieler Freiwilliger aus der ganzen Welt um das Wohl von inzwischen fast 600 Affen, genauer gesagt Meerkatzen. Diese wohnen, klettern und toben in riesigen Außengehegen und führen hier ein Leben wie im SchlarAffenland. Sie werden täglich in ihrer natürlichen Umgebung gefüttert, versorgt und medizinisch betreut.

Hilfe für die Hilflosen

Und das ist leider auch bitter nötig. Viele der hier lebenden Primaten wurden in ihrem Leben vor der Vervet Monkey Foundation von Menschen misshandelt, verstümmelt oder in viel zu kleinen Käfigen als Haustier gehalten. In der Foundation führen die einst hilflosen Meerkatzen nun in Verbänden mit anderen Artgenossen ein weitestgehend vom Menschen ungestörtes und sorgenfreies Leben. So es denn möglich ist, versuchen Josie und Dave einzelne Tiere auch wieder in ihren Familienverband zurückzuführen.

Aufzucht, Pflege Wiedereingliederung von Affen-Waisen

In den Babymonaten von Oktober bis März gibt es besonders viel zu tun. Dann wird die Vervet Monkey Foundation gerufen, wenn Affenbabys ohne Mutter gefunden werden. Oder aber Tierfreunde bringen die Kleinen gleich direkt ins Projekt. Hier kümmern sich Josie und Dave nach dem Aufpäppeln der kleinen Hüpfer auch um die Eingliederung der verwaisten Babys in die lokalen Gruppen auf dem 21 Hektar großen Gelände. Unfassbar: Meerkatzen werden von Farmern als scheinbare „Schädlinge“ erschossen oder bei Unfällen auf den Straßen Südafrikas verletzt oder getötet.

Mit Zeit und Liebe zum Erfolg

Zurück bleiben nicht selten traumatisierte Babys, ohne Eltern und getrennt von ihren Artgenossen. Nur mit viel Zeit und Liebe und mithilfe von tierischen Adoptivmüttern schaffen es Josie und Dave die Kleinen in die Affenverbände des Tierschutzprojektes einzugliedern. Aber auch erwachsene Affen, etwa ehemalige Haustiere, werden in einem langwierigen Prozess von mehreren Wochen in die bestehenden Primaten-Gruppen integriert. Zumindest dann, wenn es noch möglich ist und die Tiere noch nicht zu sehr an den Menschen gewöhnt sind.

Aufklärung für Farmer: Fakten statt Vorurteile

Neben dem Wiederaufpäppeln und der Pflege der kleinen und großen Meerkatzen wollen Josie und Dave vor allem informieren. Sie klären Farmer darüber auf, dass Meerkatzen keine Schädlinge sind. Sie reden mit den Menschen vor Ort und versuchen zu verdeutlichen, dass es unmenschlich ist, Affenbabys als Haustiere zu halten – Meerkatzen sind eben keine Katzen, sondern wilde Tiere, die in Gefangenschaft unendlich leiden. Josie und Dave erläutern mit engelsgleicher Geduld immer wieder, dass viele der „Affen-Probleme“ vom Menschen geschaffene sind – etwa durch das Anfüttern der Primaten.

Doch das sind noch längst nicht alle Aspekte der Vervet Monkey Foundation.

Hakuna

Es ist nicht immer einfach, bei den ganzen Affen den Durchblick zu behalten. Erst mit der Zeit wirst Du lernen, die einzelnen Racker voneinander zu unterscheiden. Das hier rechts zum Beispiel ist Hakuna … äh oder vielleicht doch …?

So, habe ich Dich mit genug Infos angefüttert? Immer noch hungrig nach News zu Deinem bevorstehenden Abenteuer? Dann lies hier, welche Aufgaben im Projekt auf Dich warten.

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